Zigarren werden zum Sammlerobjekt



Der berühmte Schriftsteller Mark Twain hat einmal gesagt: „Ich habe es mir zur Regel gemacht, nie mehr als eine Zigarre gleichzeitig zu rauchen.“
Ob dieser beliebte Autor wohl das zweite Exemplar, das er aller Wahrscheinlichkeit besaß, aufbewahrt hat, wird von Experten des blauen Dunstes nicht bestätigt.



Gerollter Tabak, so wertvoll wie der Fehldruck einer Briefmarke



Na ja, so weit wollen es die Liebhaber von Zigarren bestimmt nicht kommen lassen, wenn sie ganz euphorisch von ihrer Sammelleidenschaft erzählen. Neben eingefleischten Kunstsammlern oder Schmuckenthusiasten gehören sie mit ihrem Hobby mehr zu den leisesten Zeitgenossen.
Klar erkennbar, dass Zigarrenraucher, zu den eher ruhigen, besonnenen und genussfreudigsten Mitmenschen gehören. Bei ihnen liegt der Fokus nicht auf Größe, Menge oder Kaufpreis.

Für Zigarrensammler gehört die Vorfreude unbedingt dazu



Die Freude, eine bestimmte Zigarre aus einer bestimmten Manufaktur, oder aus den Beständen eines bekannten Rauchers zu ergattern, sind schon einige Triebfedern, die das Sammlerglück perfekt werden lässt.
Hier spielt es auch keine Rolle ob die oder jene Zigarre einen Wertzuwachs unterliegen wird. Zigarren können Zeitzeugen sein oder an bestimmte Momente des eigenen Lebens erinnern.

Eine Leidenschaft die nicht in Rauch aufgeht



Meistens genügt schon ganz alleine der Besitz, des aus Tabak gewickelten Teils. Eines haben alle gesammelten Zigarren gemeinsam, sie werden in einem sogenannten Humidor sachgerecht gelagert.
Hier handelt es sich um einen Behälter, der die Luftfeuchtigkeit konstant beibehält. Diese Aufbewahrungsboxen wurden meistens aus hochwertigen Hölzern gefertigt.

Längst haben große Auktionshäuser die Zeichen der Zigarrenzeit erkannt und bieten sie bei Christies und Sothebys an. Da finden findige Sammler schon einmal ein Schätzchen aus dem Jahr 1864 oder noch älter.
Ob sich diese erworbenen Glimmerlinge allerdings jemals in einem nebeligen Dunst auflösen werden, wird nicht verraten.